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Müssen wir alles mitmachen?

Das Modell der drei Vertiefungsstufen soll euch helfen, euer Engagement in Social Media zu positionieren. Je nach Affinität zum Thema, Ausbildungsstand der Mitarbeitenden und der zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten gilt es Grenzen festzulegen. Die unterste Stufe des Dreiecks bildet aus meiner Sicht das „Muss“ jeder Stelle. Die oberste Stufe ist das Gebiet, das es zu entdecken gilt. Social Media wird wohl in der Zukunft einige Neuigkeiten bringen. Beispiele für Medienprojekte findet ihr in folgender Publikation, die sehr lesenswert ist. Zu den Vertiefungsstufen hier noch der Link zum Artikel von mir, der im Info Animation erschienen ist. Hier eine Leseprobe:

“Immer die zwei Ebenen des Handlungsbedarfs im Auge,
gilt es zu entscheiden, wie intensiv eine Stelle sich auf
die neuen Medien einlassen will. Neben rein konzeptuellen
Überlegungen spielen hier auch ganz stark die
Meinungen einzelner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
mit. So wird es für Menschen, die Schwierigkeiten mit
neuen Medien haben, einen hohen Aufwand an Weiterbildung
bedeuten, sich das neue Wissen anzueignen.
Jedoch wird es in Zukunft immer schwieriger werden,
ohne Wissen über neue Medien eine adäquate Jugendarbeit
zu leisten……”

vertiefungsstufen

Was meint ihr: Darf man ein “Muss” an Engagement in Social Media formulieren?

Profile/ Gruppen/ Seiten eine kurze Übersicht

Hier eine kleine Übersicht, wie sich Profile/Seiten/Gruppen auf FB unterscheiden und welche Möglichkeiten es gibt:

Profile

Wer: Personen

Aufbau: Info/Pinnwand/Neuigkeiten

Möglichkeiten: Status, Aktivitäten von anderen sehen, Freunde anfragen, Freunde vorschlagen, Nachrichten schicken, chatten, Veranstaltungen erstellen, Freunde können durchsucht werden, posten, kommentieren, verlinken, in Gruppen sein

Geht nicht: Werbung

Sinn: ist die Grundausrüstung auf FB, ohne Profil kann man nichts machen, persönlicher Charakter

Seiten

Wer: Organisationen (Admins)

Aufbau: Info/Pinnwand

Möglichkeiten: Mit Werbeanzeige bewerben, Benachrichtigungen, Statistiken, Freunde vorschlagen, FB unter dem Namen verwenden, posten, kommentieren, verlinken


Geht nicht
: Chatten, Nachrichten schicken, Fans können nicht durchsucht werden, Privatsphären-Einstellungen (vereinfacht unter Gruppeneinstellungen), in Gruppen sein

Sinn: kann die Homepage ersetzen, ist vordergründig nicht an eine Person gebunden, offizieller Charakter, komplett offen für Suchmaschinen und Nichtregistrierte

Gruppe

Wer: Personenprofile (Mitglieder, Admins)

Aufbau: Pinnwand

Möglichkeiten: Freunde einladen, mit Gruppe chatten, Dokumente erstellen, Veranstaltungen erstellen, Pinnwand

Geht nicht: Infos, Nachrichten, posten, kommentieren, verlinken


Sinn:
Arbeitsgruppen

Ergänzungen erwünscht……

 

2011-09-29 – 22:15:25

Vorbildfunktion in Social Media

Es ist wohl eine Art Berufsdeformation, dass wir Jugendarbeitenden immer etwas finden, was unsere Jungs und Mädels lernen sollten. Darum haben wir auch sofort erkannt, wie sich unsere Jugendlichen in die Welt der Neuen Medien stürzen, ohne sich Gedanken zu machen. Sie übersehen all die Gefahren, die in den Weiten des Netzes auf sie lauern und brauchen nun uns, um sie auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Schon sind wir bereit und warnen sie davor, dass sie vor dem Computer vergammeln und vor allem asozial und inkompetent im Leben werden. Oder sind wir schon weiter? An manchen Workshops vernahm ich, dass wir ein gutes Vorbild sein und die Finger von Social Media lassen sollten, um den Jugendlichen stattdessen Alternativen aufzuzeigen usw. Da wir jedoch „lebensweltorientiert“ sind, machen wir trotzdem ein Profil auf Facebook. Wichtig ist aber, ja keine Zeit dafür aufzuwenden und es nur nebenbei zu nutzen. An dieser Stelle möchte ich nun fragen: Sind wir dabei ein gutes Vorbild, indem wir ein neues Medium nutzen, ohne uns wirklich Gedanken zu machen, was das für uns bedeutet? Uns zu fragen, was wir damit erreichen wollen? Wie wir mit allen Fragen umgehen wollen, die dabei auftreten? Wie viele Stellen, die bei Facebook ein Profil haben, verfügen auch über ein Konzept zu dessen Nutzung? Wenn wir einfach mal versuchen, das Offensichtliche nutzen und dann vor den Problemen stehen bzw. nicht wissen, wie wir sie angehen sollen, unterscheiden wir uns nicht von den Jugendlichen. Ich meine, wir wären die bessern Vorbilder, wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen würden. Die Jugendlichen sollen mitbekommen, dass wir uns Zeit nehmen, über Neue Medien zu diskutieren, dass wir wissen, was wir wollen und wo wir Grenzen setzen. Wie würde es auf Jugendliche wirken, wenn sie unser Konzept (oder Teile davon) lesen könnten und sich daraus noch was abschauen könnten?

2011-09-26 – 16:10:27

Sprechen über neue Medien

Heute berichte ich euch von einem Gespräch mit einem Lehrer. Er hatte gerade seine Schülerinnen und Schüler erlebt, wie sie sich mit mir über ihre Internetgewohnheiten unterhalten haben. Es verwunderte ihn, was seine Schützlinge schon alles machen im Netz und wie selbstverständlich sie sich mit mir unterhalten haben. Er sei mit ihnen in einem guten Kontakt und zwischen ihm und der Klasse gäbe es eine gute Gesprächskultur. Nur eben übers Internet hätten sie noch nie geredet. Ihm sei noch nie in den Sinn gekommen, mit der Klasse über ihre Internetgewohnheiten zu sprechen. Dieses Phänomen kenne ich auch von Jugendarbeitenden. Ich werde oft als „Experte“ angesprochen bezüglich der Gewohnheiten der Jugendlichen. Was MSN sei, werde ich gefragt. Wieso kommen diese Personen nicht auf die Idee, „ihre“ Jugendlichen selbst zu fragen? Was würde näher liegen, als sich MSN von Jugendlichen selbst erklären zu lassen? Irgendwie scheinen wir Erwachsenen eine Hemmschwelle zu haben, mit Kindern/Jugendlichen über diese Themen zu sprechen. Ich stelle mal die These auf, dass es uns einfach peinlich ist. Genauso wie wir gerne den Anschein machen, unser Handy nur beiläufig zu nutzen und Facebook eigentlich nur aus beruflichen Gründen. Dies, weil neue Medien halt einen schlechten Ruf haben und ihnen der Verdacht anhaftet etwas für Freaks oder Asoziale zu sein. Selbstverständlich würde mit Kindern und Jugendlichen über neue Medien zu reden implizieren, dass es für uns auch ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags ist. Habt ihr noch andere Thesen? Davon ausgegangen, dass wir die Jugendlichen da abholen wollen, wo sie stehen, müssen wir über diesen Schatten springen. Sprecht eure Jugendlichen auf ihre Profile an. Fragt sie aus, was es Neues gibt im Netz. Lasst euch neue Plattformen von ihnen erklären. Eure kritischen Fragen könnt ihr dann auch stellen, erfahrungsgemäss endet dies in in einem guten Gespräch – und schon hat die Präsenz in der Online-Welt einen Kontakt in der Offline-Welt bereichert und Social Media wurde ein bisschen sozialer.

2011-09-21 – 20:40:21

Facebook als geheimer Raum?

Immer noch kursiert unter Fachleuten die Meinung, Facebook stelle eine Art Geheimraum für Jugendliche dar. Diese Meinung kann für Jugendliche fatale Folgen haben. Inzwischen kennen wir alle genügend Beispiele von Jugendlichen und Erwachsenen, die Lehrstellen, Arbeitsstellen oder FreundInnen verloren haben, weil sie diesem Irrtum erlegen sind. Dies, weil sie Sachen “posten” und nicht mehr wissen, mit wem sie alles befreundet sind. Sie filmen gedankenlos ihre „Streiche“ und laden sie auf youtube oder drücken wie gewisse amerikanische Politiker einfach mal den falschen Knopf. Weniger bekannt ist, dass Facebook, Festzeit (in der Nordwestschweiz beliebte Communitie) und Co. längst zum Fahndungsalltag der Polizei gehört. Ich weiss von einem Fall, bei dem eine Betreuungsperson mit einem seiner Bezugsjugendlichen zur Jugendanwaltschaft musste. Der Betreffende wurde vor den Computer gesetzt. Auf einem Bildschirm war der normale Zugang zu Festzeit. Auf einem zweiten Bildschirm waren alle Namen und Adressen aller angemeldeten Jugendlichen, dazu alle Verbindungen und Nachrichten, die zwischen ihnen ausgetauscht wurden. Ist da noch was geheim? Wie vielen Jugendlichen in eurem Klientel wurden schon mal von einem Polizisten oder einem Jugendanwalt Fotos gezeigt und gefragt: “Kennst du den?” Ob es nun zu unseren Aufgaben gehört, Jugendliche darauf aufmerksam zu machen, welchen Dienst sie der Polizei leisten, wenn sie diese Frage schon auf Facebook beantworten, indem sie gleich posten, wer alles zu „ihrer Posse“ gehört, sei dahin gestellt. Ihnen den Glauben zu lassen, Social Communities seien Geheimräume, ist aber meiner Meinung nach falsch. Was meint ihr dazu? Reicht es, wenn Mami und Papi nicht “auf” Facebook sind, um daraus einen Geheimraum zu machen?

2011-09-19 – 19:11:00

Bilder zur freien Verwendung

Ich brauche schnell ein Bild als Veranstaltungsfoto. Ich gehe auf Googel, doch halt! Ich weiss eigentlich, dass ich diese Bilder nicht nutzen darf. Selina Englmayer hat sich die Arbeit gemacht, gratis Bilderquellen im Netz herauszusuchen. An dieser Stelle: DANKE Selina!!
Hier die Sammlung mit ihren Beschreibungen:

Los geht’s mit Infos zur Creative Commons-Lizenz und den Differenzierungen der geteilten Rechte etc. Unbedingt auf Einschränkungen (z. B. nicht-kommerzielle Nutzung) achten! Ausserdem gib es ein Einstiegsportal ins Bildarchiv mit 10.000 Fotos der CC-Lizenz.
www.flickr.com

Bilddatenbank mit mehr als 400.000 Bildern, um diese herunterzuladen, ist eine kostenlose Registrierung nötig, die jeweiligen Nutzungsrechte (Verwendung, Bildbearbeitung) sind angegeben, es gibt eine grosse Auswahl an Fotos.
www.pixelio.de

Plattform mit vielen Stock-Fotos, Suchfunktion, Fotos können in unterschiedlichen Grössen gekauft werden. Mit Registrierung erhält man, wenn man die Seite an einem Montag besucht und sich einloggt, jeweils 2 Download-Credits. Damit können Fotos gratis in geringerer Auflösung (fürs Web) runtergeladen werden.
www.photocase.com

Bilddatenbank mit sehr vielen Fotos und auch Comics, Zeichungen u.ä., nach Themen sortiert, die jeweiligen Nutzungsrechte (Verwendung, Bildbearbeitung) sind angegeben, nicht alle Fotos dürfen einfach so verwendet bzw. heruntergeladen werden, also bitte immer genau schauen!
www.deviantart.com

Grafik-Blog mit kostenlosen Grafiken und Elementen (freebies) zum Herunterladen. Überhaupt ein netter Blog mit Tutorials, News zum Thema etc., sehr zu empfehlen.
www.blog.spoongraphics.co.uk

Auflistung von Links zu (vorrangig kostenlosen) Vektorgrafik-Paketen, einfach durchschauen, weiterklicken, durchstöbern und herunterladen – sehr inspirierend. Die Auswahl reicht von Menschen-Silhouetten über Tieren, Kritzeleien, Sternen bis hin zu Pfeilen etc.
www.drweb.de

Und noch eine Datenbank mit einigen Vektorgrafiken zum kostenlosen Download und Verwendung, es gibt verschiedene Elemente, Buttons und kleine Grafiken zum Herunterladen und Verwenden. Keine Suchfunktion.
www.freevectors.com

Wissensmanagement und Vernetzung

Wenn sich eine Organisation entschliesst, Social Media zu nutzen, verändert sie sich. Eine dieser Veränderungen besteht im Beschaffen und Bewirtschaften von Wissen rund um Social Media. Wo kann ich nachfragen, wenn ich mit der Handhabung nicht zurecht komme? Wo kriege ich Bilder her, die ich bei Veranstalltungen als Bild einsetzen kann? Gibt es Präventionsfilme, die für unseren Betrieb geeignet sind? Oft höre ich, dass Stellen in ihrem Kämmerlein versauern und Stunden aufwenden, um Sachen herauszufinden, die andere schon wissen. Dabei sitzen sie vor ihrem Computer, der mit dem www verbunden ist und sind dabei, „Social Media“ zu nutzen! Es ergibt Sinn, sich bewusst zu werden, wo man selbst Lücken hat und was denn „noch praktisch“ wäre. Nehmt euch auch da Zeit, euch zu vernetzen. Es braucht nur eine Vernetzungssitzung (und welche Stelle ist nicht mindestens in zwei Vernetzungen dabei), um das Wissensmanagement zu organisieren. Facebookgruppen eignen sich hervorragend, um Links zu Bilderdatenbanken oder Präventionfilmen zu teilen. Fragen zu Funktionen können besprochen und später wieder nachgelesen werden. Zum Schluss noch: Wusstet ihr, dass es auf “youtube” zu fast allen Themen Bedienungsanleitungen gibt? Sucht euch die besten aus und teilt sie mit euren Partnern.

Auch was man nicht sieht, sagt was aus

Sind Profile offen oder geschlossen? Wie schon gesagt, man kann nicht nicht kommunizieren. Nichts von sich preiszugeben, sich nicht wirklich vorzustellen, sind auch Botschaften, die „eure“ User wahrnehmen. Ihr seid als öffentliche Institution auf einer öffentlichen Plattform vertreten und schliesst einen Teil dieser Öffentlichkeit aus. Dies kann bei der ausgeschlossenen Person Fantasien auslösen. Ausserdem zeigt es einen etwas unbeholfenen Umgang mit dem Medium. Ich will damit nicht sagen, dass alle Profile für alle offen sein müssen. Wenn sie aber geschlossen sind, sollte ersichtlich sein, warum das so ist. So lasst ihr keine Fragen und Fantasien aufkommen, sondern macht klar, was eure Überlegungen sind. Auch Jugendliche, die euch kennen, profitieren so von euren Überlegungen.
Wie schon an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt, sollten jedoch im Minimum der Name und die Adresse der Institution, eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer ersichtlich sein.
Der Grund, warum ihr euer Profil geschlossen haltet, könnt ihr in eines der Felder schreiben, die euch bei euren Infos zur Verfügung stehen, und als Einziges sichtbar machen.

Die Chronik oder Timeline alles neu doch gleich

Ich bin bestimmt der tausendste Blogger, der über die Timeline schreibt. Ich möchte eigentlich nicht viele Worte verlieren, denn ausser der Optik hat sich nicht viel verändert. Wer Lust hat, in meiner FB-Vergangenheit zu graben, hat es jetzt einfacher als vorher, da er/sie jetzt einfacher an ältere Einträge gelangt als zuvor. Ich unterstütze den Gedanken, dass dieser Umstand eine positive Wirkung für die Sensibilisierung im Bezug auf die Privatsphäre und den Datenschutz hat. Lest dazu diesen guten Artikel.

Was bleibt, ist, dass man sich ein weiteres Mal an eine neue Optik gewöhnen muss. Eine wirkliche Neuheit ergibt sich allerdings bei der Chronik für die Seiten. Neu kann man auch mit einer Seite persönliche Nachrichten empfangen. So können jetzt auch Organisationen persönliche Nachrichten verschicken.